Bordo

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Bordo im Januar 2012 

Kochbüchlein_cover

Im Süden der Alpen ist dieser Winter geradezu schneelos. Die letzten Überbleibsel der 5 cm Schnee von Mitte Dezember finden sich nur noch an sehr schattigen Stellen. Heute war ein Fönsturm, mittags hatte es um die 10°C. Die Heidelbeersträucher unterhalb der Essterrasse, haben schon Blättchen an den Triebspitzen, sehr zur Freude der Rehe, die sie dann knabbern kommen. Es ist ein seltsames Wetter … jedenfalls habe ich heute einige Pflanzen gegossen, ja, mitten im Winter, da sie von der warmen Sonne zum Verdunsten gezwungen werden, aber aus dem in der Tiefe gefrorenen Boden kein Wasser nachbekommen.

Felice macht Brennholz, eine typische Winterarbeit. Luciano, unser italienischer Nachbar, hilft ihm bei Fällen der Bäume. Ich, Edith, habe mich durch den Buchhaltungsberg „durchgefressen“ und hab jetzt wieder genug davon für ein Jahr.

Das Bordobüchlein 2012 „Kochbüchlein, Rezepte aus der vegetarischen Küche und Einführung ins Kochen mit Wildkräutern“ ist gedruckt und wird demnächst verschickt. Es ist ansprechend geworden, mit Spiralbindung etwas aufwendiger als die bisherigen Hefte. Der Versand soll bis Ende des Monats über die Bühne gehen, also bald.

Mit den sieben Bordokatzen hüten wir im Winter das Dorf. Es ist interessant, wie viele „Nachrichten“ man aus ihrem Verhalten ablesen kann. Sie verhalten sich im gewohnten Modus, solange nichts Ungewöhnliches vorgefallen ist. Mit ihren Blicken geben sie die Richtung an, in der etwas Außergewöhnliches los ist. Ich meine unterscheiden zu können, ob es dann etwas ist, was ihre Neugier erweckt oder etwas, was ihnen Angst macht.

Sie Sonne wärmt schon wieder kräftig, so zwei Stunden am Tag. Und heute kam sie zum ersten Mal wieder in der „Lücke zwischen dem Colma und dem Pizzo di Ton“ hervor. An sonnenbeschienenen Stellen wächst die Sternmiere schon und mittags habe ich schon von dieser Wildpflanze gegessen. In drei Wochen, wenn es so weitergeht, wird der Bärlauch sprießen …