Das Valle Antrona und Ausflugsziele
Große Teile des Antronatales, darunter auch das Ortsgebiet der Gemeine Viganella, zu dem auch Bordo gehört, sind seit Dezember 2009 Teil des Naturparkes "Alta Valle Antrona". Das Gebiet ist reich an architektonischen Sehenswürdigkeiten, aber auch an Fauna und Flora konnten sich in diesem gering besiedelten Tal gut halten. Alte Kastanien sind in der Umgebung der historischen Dörfer zu finden, die mit ihren Natursteinmauern und -dächern und eingebettet in Terrassen mit Trockensteinmauern ein besonderes Flair ausstrahlen. Das Valle Antrona ist ein Seitental des Ossolatales, in welches man gelangt, wenn man über den Simplonpass aus der Schweiz nach Italien fährt. Es beginnt bei Villadossola und die letzte grössere Siedlung am oberen Ende des Tales ist Antrona. Entlang der gewundenen Talstrasse reiht sich ein altertümliches Dorf an das nächste. Markant sind die Steindächer, die Häuser stehen nahe beieinander und die Dörfer kleben wie Schwalbennester am Berghang. Unten in der tiefen Schlucht fliesst die Ovesca und hat die Felsen in ihrem Flussbett rund geschliffen.
Auf der Talstrasse kommt man bequem das Tal hinauf bis den Stauseen, wo etliche Wanderwege beginnen. Die Dörfer sind aber immer noch über ihr ursprüngliches Wegenetz zu erreichen, einige sind nur zu Fuss erreichbar und konnten so ihr spezielles Flair bewahren. Allein diese Wege sind einen Ausflug wert. Sie sind meist aus hochkant gestellten Steinen bebaut und viele hundert Jahre alt. Kleine Pflanzen spriessen zwischen den Steinen hervor. Man geht am terrassierten Berghang und den alten, teils verfallenen Mauern entlang. Ein Laubmischwald, in dem Eschen, Buchen und Linden vorherrschen, spendet dem Wanderer Schatten. Nahe der Siedlungen gibt es uralte Kastanienbäume, die früher zum Überleben der Bevölkerung enorm wichtig waren.
ArchitekturViele der alten (und noch bewohnbaren) Steinhäuser des Antrona Tales sind bis zu 500 Jahre alt. Die zweiwändigen Mauern bestehen aus lose aufeinander geschichteten Steinen und sind an der Basis der Häuser etwa 80 cm dick. Die ursprüngliche Dachdeckung ist in weiten Teilen noch erhalten. Sie besteht aus behauenen flachen Steinen, die lose auf ein Balkengerüst aufgelegt werden. Diese Dachplatten und auch die meisten behauenen Mauersteine wurden von weither herangeschafft. An den riesigen Ecksteinen und Portalsteinen erkennt man, dass zur Zeit ihrer Erbauung ein relativer Wohlstand herrschte. Er war auf Eisenverhüttung zurück zu führen. In den Bergen des Tales gab es Eisenerz, das ins Tal getragen und dort in Kohleöfen verarbeitet wurde. Ansonsten war das Leben viele Jahrhunderte hinweg äusserst arbeits- und entbehrungsreich. Die Pest und andere Krankheiten raffen weite Bevölkerungsschichten dahin. Mit dem Bau der Talstrasse und dem Beginn der Eisen verarbeitenden Industrie in Villadossola gab es erneut etwas Wohlstand, gleichzeitig entvölkerten sich die nur zu Fuß erreichbaren Bergdörfer immer mehr. Ende der 60-ziger Jahre des 20.Jahrhundert verließ der letzte Bewohner Bordo. Bäume und Sträucher besiedelten die Wege, Terrassen und Plätze. Bordo verfiel in einen Dornröschenschlaf bis es Anfang der 80iger Jahre wiederentdeckt und renoviert wurde.
AusflugszieleHier eine kleine Auswahl an Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen
Das Nachbardorf Cheggio
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Auf höheren Lagen gesellen sich dann Birken, Lärchen und Fichten dazu, bis man auf die sanft geformten, grasbewachsenen Anhöhen kommt. Von einer Alm kann man zur nächsten sehen, über die Täler hinweg.









